Mehrmaliges Kommen ist für viele Menschen möglich, aber es funktioniert nicht bei jedem Körper auf die gleiche Weise. Besonders bei Frauen kann die Erregung nach einem ersten Orgasmus hoch genug bleiben, um einen zweiten oder dritten Höhepunkt zu erreichen. Bei Männern ist das nach einer Ejakulation meist schwieriger, da sich der Körper oft erst erholen muss.
Egal, ob Sie nach mehrmaligem Kommen, mehrfachem Kommen oder wiederholtem Kommen suchen: Der größte Erfolg liegt meist in der richtigen Stimulation, weniger Leistungsdruck und einem besseren Gespür für die Bedürfnisse Ihres Körpers. Im Folgenden lesen Sie, wie das bei Frauen und Männern funktioniert und was Sie praktisch tun können.
Wie Ihr Körper nach einem Orgasmus reagiert
Mehrere Orgasmen bedeuten nicht immer, dass jeder Höhepunkt gleich stark ist. Manchmal erleben Sie zwei oder drei deutliche Spitzen hintereinander. Manchmal fühlt es sich eher wie eine Reihe kleinerer Wellen an, die sich zusammen zu einer intensiveren Entladung aufbauen. Beides ist normal. Es gibt also keine feste „richtige“ Art, mehrmals zum Orgasmus zu kommen.
Warum Frauen öfter mehrmals zum Orgasmus kommen
Für eine Frau ist mehrmaliges Kommen oft realistischer, da die Erregung nach dem ersten Orgasmus nicht immer vollständig abfällt. Der Körper kann noch empfindlich, warm und gereizt bleiben. Allerdings ist die Klitoris direkt nach einem Orgasmus oft besonders empfindlich. Hartes oder direktes Weitermachen wirkt dann eher kontraproduktiv. Sanftere, langsamere oder indirekte Stimulation erhöht meist die Chance auf einen weiteren Orgasmus.
Warum es bei Männern anders funktioniert
Bei Männern folgt nach einer Ejakulation meist eine Erholungsphase. In dieser Zeit nimmt die Erregung ab und eine neue Erektion oder zweite Ejakulation ist oft nicht sofort möglich. Daher ist es für Männer meist weniger einfach, mehrmals zum Orgasmus zu kommen als für Frauen. Das bedeutet nicht, dass etwas falsch ist, wenn es nicht klappt. Es ist vor allem ein Unterschied in der körperlichen Reaktion.
So erhöhen Sie die Chance auf mehrere Orgasmen
Wenn Sie mehrmals zum Orgasmus kommen möchten, hilft es, sich nicht nur auf den Orgasmus selbst zu konzentrieren, sondern vor allem auf den Aufbau dorthin und was direkt danach passiert.
- Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Erregung: Ausreichend langes Vorspiel macht einen großen Unterschied. Küssen, Streicheln, Oralsex und langsamer Aufbau sorgen dafür, dass Ihr Körper länger im erregten Zustand bleibt.
- Konzentrieren Sie sich auf die Klitorisstimulation: Für viele Frauen ist dies der schnellste Weg zum Orgasmus. Verwenden Sie Finger, Mund oder einen Klitorisvibrator und achten Sie auf Rhythmus und Druck, die Ihnen angenehm sind. Arbeiten Sie mit Luftdruck? Dann lesen Sie wie man einen Luftdruckvibrator benutzt für praktische Tipps.
- Stoppen Sie nicht zu abrupt nach dem ersten Orgasmus: Eine kurze Pause wirkt oft besser als ein vollständiger Stopp. Reduzieren Sie die Intensität, warten Sie ein paar Sekunden und bauen Sie dann wieder auf.
- Versuchen Sie doppelte Stimulation: Klitoris- und Penetrations- oder G-Punkt-Stimulation zusammen erhöhen oft die Chance auf einen zweiten Höhepunkt. Positionen wie Cowgirl, Reverse Cowgirl oder Doggy Style können hilfreich sein, da Platz für eine Hand oder einen Vibrator bleibt.
- Lernen Sie Ihren eigenen Körper kennen: Wenn Sie wissen, welches Tempo, welcher Druck und welche Zonen für Sie funktionieren, können Sie dies leichter beibehalten oder wiederholen. Solo-Erkundung hilft oft genauso gut wie Sex mit einem Partner.
- Geben Sie klare Anweisungen: Sagen Sie ruhig „nicht aufhören“, „etwas sanfter“ oder „noch so“. Gute Kommunikation macht den Schritt zum mehrmaligen Kommen oft viel kleiner.
Gerade bei Frauen liegt der Unterschied oft in der Dosierung. Nach einem ersten Orgasmus ist „noch härter“ selten die beste Wahl. Sanfte Kreise um die Klitoris, ein anderer Penetrationswinkel oder ein kurzer Wechsel zu einer anderen erogenen Zone kann genau das Richtige sein, um wieder aufzubauen.
Ihr Kopf und Ihr Beckenboden spielen mit
Die Chance auf mehrere Orgasmen wird nicht nur durch Technik bestimmt. Ihr Kopf spielt auch eine Rolle. Viele Menschen schalten nach einem ersten Orgasmus unbewusst ab. Sie denken, der Sex ist vorbei, verlieren den Fokus oder fühlen Druck, sofort noch einmal performen zu müssen. Das nimmt die Spannung gerade weg.
Entspannung, Sicherheit und Aufmerksamkeit sind daher wichtig. Wenn Sie sich gehetzt fühlen, Angst haben, gehört zu werden, unsicher in Bezug auf Ihren Körper sind oder nur damit beschäftigt sind, „es muss jetzt noch einmal klappen“, dann bremst das die Erregung. Bleiben Sie lieber neugierig als zielorientiert. Sehen Sie einen zweiten Orgasmus als Möglichkeit, nicht als Verpflichtung. Übungen wie achtsames Masturbieren können helfen, Aufmerksamkeit, Erregung und Kontrolle besser zu steuern.
Auch Ihr Beckenboden spielt eine Rolle. Diese Muskeln ziehen sich während eines Orgasmus zusammen und tragen zum Gefühl und zur Kontrolle bei. Beckenbodenübungen können nützlich sein, solange Sie nicht nur lernen, anzuspannen, sondern auch zu entspannen. Eine einfache Übung ist: Spannen Sie die Muskeln an, als ob Sie Ihren Urin kurz zurückhalten würden, halten Sie das ein paar Sekunden lang und entspannen Sie dann länger, als Sie angespannt haben. Mehr Kontrolle kann helfen, aber zu viel Spannung in diesem Bereich macht Sex manchmal gerade weniger angenehm.
Kann ein Mann mehrmals zum Orgasmus kommen?
Wenn Sie speziell nach „Mann mehrmals zum Orgasmus kommen“ oder „mehrmals zum Orgasmus kommen Mann“ suchen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Orgasmus und Ejakulation zu kennen. Bei vielen Männern fallen diese beiden größtenteils zusammen, aber nicht immer vollständig. Nach einer Ejakulation tritt meist eine Ruhephase auf. Wie viel Zeit zwischen zwei Ejakulationen liegt, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich und hängt von Alter, Erregung, Müdigkeit und Stress ab.
Was helfen kann, ist, nicht sofort auf eine zweite Ejakulation abzuzielen, sondern zuerst auf mehr Kontrolle über die erste. Edging, also bewusstes Orgasmusaufschub kurz vor dem Kipppunkt, kann dabei nützlich sein. Langsamer atmen, den Beckenboden besser spüren und weniger dem Endpunkt nachjagen helfen oft auch. Manche Männer erleben mit Übung mehrere Orgasmen mit wenig oder ohne Ejakulation (auch trockener Orgasmus genannt), aber das ist kein Standardergebnis und schon gar kein Muss. Gezielte Stimulation der Prostata kann Intensität und Wiederholbarkeit erhöhen; siehe Prostatavibrator-Tipps. Wenn die Empfindlichkeit nachlässt oder der Penis schmerzt, legen Sie einfach eine Pause ein.
Häufig gestellte Fragen zum mehrmaligen Kommen
Wie viel Zeit liegt zwischen zwei Ejakulationen?
Das ist sehr unterschiedlich. Bei dem einen Mann sind es ein paar Minuten, bei dem anderen Stunden oder länger. Alter, Stress, Schlaf, Gesundheit und der Grad der Erregung spielen alle eine Rolle. Es gibt also keine normale feste Zeit.
Ist es gut, oft zum Orgasmus zu kommen?
Im Allgemeinen ja, solange es sich angenehm anfühlt und keine Schmerzen, Reizungen oder Zwang verursacht. Oft zum Orgasmus zu kommen ist an sich meist kein Problem. Achten Sie vor allem darauf, wie Ihr Körper reagiert und ob es zu Ihrer Energie und Ihrem Alltag passt.
Was passiert, wenn man 3 Mal am Tag masturbiert?
Meistens nichts Ernstes. Man kann vorübergehend empfindlicher oder auch weniger empfindlich werden, und bei zu wenig Gleitmittel oder zu starker Stimulation kann es zu Reizungen kommen. Wenn es sich gut anfühlt und nicht auf Kosten Ihrer Haut, Arbeit oder Stimmung geht, ist es meist harmlos.
Wie oft kann eine Frau pro Tag zum Orgasmus kommen?
Dafür gibt es keine feste Obergrenze. Manche Frauen können mehrmals hintereinander oder über den Tag verteilt zum Orgasmus kommen, während andere nach einem Orgasmus genug haben. Wie oft es gelingt, hängt von Erregung, Empfindlichkeit, Ruhe und der Art der Stimulation ab.
Warum gelingt mehrmaliges Kommen manchmal nicht?
Häufige Ursachen sind zu wenig Erregung, zu schnelle oder zu starke Stimulation nach dem ersten Orgasmus, Trockenheit, Müdigkeit, Stress oder Leistungsdruck. Wenn es plötzlich viel weniger klappt als zuvor, oder wenn das Kommen schmerzhaft ist, ist es ratsam, einen Arzt oder Sexologen hinzuzuziehen.